E-Government im Kanton Uri
Vom Prinzip zur Entscheidungsgrundlage – eine Challenge für die digitale Zukunft des Kantons Uri und seiner Gemeinden.
Digitale Souveränität E-Government Uri: vom Prinzip zur Entscheidungsgrundlage
Ausgangslage Der Kanton Uri und seine Gemeinden erarbeiten derzeit im Projekt E-Government Uri eine gemeinsame Stra-tegie und ein Umsetzungskonzept für digitale Behördenleistungen. Ziel ist ein koordiniertes, nutzerorientiertes E-Government mit einem gemeinsamen Service-Portal sowie klaren organisatorischen und finanziellen Rah-menbedingungen.
Parallel dazu gewinnt das Thema digitale Souveränität an Bedeutung: Verwaltungen sollen handlungsfähig bleiben, Abhängigkeiten steuern können und digitale Lösungen so gestalten, dass sie langfristig tragfähig, vertrauenswürdig und gemeinwohlorientiert sind.
Ziel der Challenge Die Teilnehmenden entwickeln praxisnahe Entscheidungsgrundlagen, wie digitale Souveränität im Rahmen des E-Government Uri konkret verstanden, bewertet und umgesetzt werden kann.
Challenge-Fragestellung Was bedeutet digitale Souveränität konkret für das E-Government Uri – und wie kann sie bei Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung digitaler Behördenleistungen systematisch berücksichtigt werden?
Arbeitsauftrag
1. Begriffsverständnis
- Wie definiert ihr digitale Souveränität im Kontext von Kanton und Gemeinden?
- Abgrenzung zu Autarkie oder vollständiger Eigenentwicklung.
2. Kriterien & Leitfragen
- Welche Kriterien entscheiden, ob eine E-Government-Lösung als „souverän“ gilt?
- Wo sind Abhängigkeiten akzeptabel, wo kritisch?
- Welche Rolle spielen Datenhoheit, Organisation, Technologie und Governance?
3. Anwendung auf E-Government Wie wirken sich diese Kriterien konkret aus auf:
- Service-Portal
- Fachapplikationen und Schnittstellen
- Zusammenarbeit Kanton–Gemeinden
- Beschaffung und Betrieb
4. Nutzen für Entscheide Wie kann euer Modell helfen bei:
- der Auswahl von Lösungsvarianten,
- der Priorisierung von Projekten,
- der Ausgestaltung von Governance und Finanzierung?
Erwartete Ergebnisse (Output) Ein oder mehrere der folgenden Artefakte (Fokus auf Verständlichkeit, nicht Perfektion):
- Kriterienkatalog oder Entscheidungsraster
- Skizze eines souveränen E-Government-Zielbilds
- Entscheidungslogik „selber machen – gemeinsam machen – nutzen“
- Kurze Handlungsempfehlungen für die E-Government-Studie
Rahmenbedingungen
- Fokus auf Organisation, Steuerung und Wirkung, nicht auf konkrete Produkte
- Technologie darf skizziert, aber nicht vorausgesetzt werden
- Perspektive von Kanton und Gemeinden gemeinsam einnehmen
- „Digital first, aber nicht digital only“ mitdenken
Weiterverwendung der Ergebnisse Die Resultate fliessen – in konsolidierter Form – ein in:
- die E-Government-Studie Uri (Strategie & Umsetzungskonzept),
- die Diskussion zur zukünftigen Zusammenarbeit von Kanton und Gemeinden,
- mögliche Leitprinzipien zur digitalen Souveränität im Kanton Uri. C9R70XKN.pdf
Kontakt:
- Markus Frösch
- markus.froesch@ur.ch
- +41 79 963 11 65
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